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Scopis® Navigation in der Praxis - Operativer Eingriff bei Morbus Menière

Berlin, 05. Februar 2013 - Klinische Navigation zur Durchführung einer Sakkotomie

Klinische Navigation mit Scopis® Navigation

Klinische Navigation mit Scopis® Navigation

Morbus Menière ist eine Erkrankung des Innenohrs, die sich in einer Kombination aus den Symptomen Drehschwindel, (einseitigem) Hörverlust und Ohrensausen (Tinnitus) äußert. Die Krankheitssymptome werden durch einen Überdruck in der Gehörschnecke, bedingt durch eine zu große Menge an Endolymphe, ausgelöst. Deshalb ist ein Ansatz für die Therapie von Morbus Menière ein operativer Eingriff, bei welchem eine Sakkotomie durchgeführt wird. Hierbei wird rund um den endolymphatischen Sack der Schädelknochen durch Bohrung entfernt, um eine Druckentlastung zu den Mittelohrräumen herbeizuführen. Der Sacculus kann sich dann besser ausdehnen und die Endolymphe besser absorbiert werden.

Scopis® Navigation zur Durchführung der Sakkotomie

An der Hals-, Nasen-, Ohrenklinik des Krankenhauses St. Joseph-Stift Bremen wurde nun erstmals das klinische Navigationssystem von Scopis für eine Sakkotomie zur operativen Behandlung eines Patienten mit Morbus Menière eingesetzt. Es handelte sich dabei um einen mikroskopischen Eingriff, wobei sowohl die Navigation als auch die Dokumentation mit einem Scopis Navigationssystem durchgeführt wurde. Der Eingriff – die Sakkotomie und die dafür notwendige vorherige Mastoidektomie – wurde durchgeführt von CA Prof. Dr. Bergler.

Vorbereitung der klinischen Navigation

Zur Vorbereitung des navigationsgesteuerten Eingriffs wurden am Vortag der Operation unter lokaler Anästhesie rund um den Situs 3 Knochenschrauben als künstliche Landmarken für die Registrierung gesetzt. Im Anschluss daran wurde eine Dünnschicht-CT des Felsenbeins unter Beachtung der Schraubenpositionen durchgeführt, der Eingriff nach Import der Daten an der Scopis® Planungsstation geplant und die Daten abschließend auf das OP-System übertragen.

Unmittelbar vor der Operation wurde der Patiententracker am Patienten in einem Abstand von ca. 10 cm zum Situs positioniert und der Patient dann steril abgedeckt. Die Bild-zu-Patienten-Registrierung für die Navigation erfolgte durch Antasten der Knochenschrauben und die Bestätigung der Genauigkeit. Der Vorbereitungsaufwand im OP betrug insgesamt ca. 7 Minuten.

Vorteile der klinischen Navigation

Während des Eingriffs wurde das Navigationssystem zur Navigation des Bohrers genutzt. Als Vorteile ergaben sich daraus

  • eine kontinuierliche Fortschrittskontrolle und dadurch
  • erhöhte Sicherheit beim Operieren sowie
  • mehr Sichtbarkeit und Verständnis bei begleitendem Personal und zu schulenden Ärzten.

Dr. Fleischer, behandelnder Oberarzt an der HNO-Klinik des SJS: "Das Scopis Navigationssystem erweitert unsere Möglichkeiten, auch bei seltenen und komplizierten Eingriffen die Sicherheit des Patienten zu gewährleisten. Bei Qualitätssicherung, Schulung und Dokumentation macht das Navigationssystem die Details des Eingriffs für alle Beteiligten deutlicher sichtbar."


Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns per E-Mail an info(at)scopis.com oder telefonisch über (030) 201 69 38 0. Wir freuen uns auch über Ihren Besuch an unserem Stand bei einer der nächsten Messen und Kongresse.